Becán

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Die Mayastadt des Grabens

Der Name bedeutet "Abgrund aus Wasser". Vielleicht nimmt dieser Name Bezug auf den ausgetrockneten Graben, der die Hauptgebäude des Komplexes umgibt. Der Ort wurde seit der späten Frühklassik bewohnt und erlebte seinen Höhepunkt in der Klassik. Die Stadt fiel in der späten Spätklassik dem Zerfall anheim.

Von einigen Forschern wird Becán als die Hauptstadt der Region und als eine der architektonisch wichtigsten Stätten des Bundeslandes Campeche in der Region Río Bec angesehen.

Seine Entdeckung geht auf das Jahr 1934 zurück, als Kart Ruppert und John Denison ihre ersten Berichte auf ihrer Erkundungsreise durch große Teile der südlichen Halbinsel verfassten. Sie beschrieben präkolumbische Orte für das Carnegie Institut in Washington.

Die Belege für menschliche Aktivitäten in Becán sind sogar schon 600 v.Chr. zu finden. Allerdings liegt die Epoche des größten Reichtums zwischen 600 und 1000 n.Chr., als diese Stadt dank ihrer günstigen strategischen Lage im Zentrum der Halbinsel Yucatáns die Hauptstadt der Region war.

Die Stadt konnte über sieben Eingänge betreten werden: drei im Norden, eine im Westen, zwei im Süden und eine im Osten. Die letzte wird heute als Eingang verwendet. In dem vom Graben umgeben Stadtteil erheben sich Gebäude und architektonisch interessante Monumente um einen Platz herum. Auf dem im Osten gelegenen Platz befindet sich die gewaltige Struktur I mit ihren zwei gewaltigen lateralen Türmen, im Westen die Struktur II, und die Strukturen III und IV, welche beide in der Mitte eine Treppe aufweisen.

Der Hauptplatz (Plaza Central) ist in zwei Richtungen geöffnet und von den Strukturen VIII und IX, welche mit 32 Metern das höchste Gebäude darstellt, sowie die Struktur X, in der Reste von aus Stuck gearbeiteten Maskaronen zu finden sind. Der Westplatz (Plaza Poniente) grenzt an einer Seite an einen Pelota Platz an.

Außerhalb von dem vom Graben umgebenen Bereich gibt es eine große Anzahl von kleineren Konstruktionen und infrastrukturellen Einrichtungen wie unter anderem Kornspeicher, Heiligtümer und landwirtschaftlich nutzbare Trassen für die Bevölkerung, die die herrschende Dynastie von Becán trug.

Die Struktur VIII sticht dadurch hervor, dass sie über einen Tunnel zugänglich ist, der mit einem der Hauptplätze der Stadt verbunden ist.

Die große Besonderheit des Ortes ist der Graben, der einzigartig in den Mayagebieten ist. Dieser ist für einige Forscher Zeugnis für seine kriegerischen Auseinandersetzungen mit anderen Städten der Region, oder einfach für eine Teilung zwischen den sozialen Klassen, insofern als der innere Bereich mit den gewaltigen Gebäuden für die Elite abgegrenzt wurde.

Die Ausgrabungsstätte von Becán befindet sich im Südosten des Bundesstaates Campeche.

Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag von 8:00 bis 17:00 Uhr
Eintrittspreise
35 pesos
Anreise

In Campeche nimmt man die Landstraße in Richtung der Gemeinde Champotón. Von dort die Bundesstraße 186 Escárcega – Chetumal, auf der man Becán bei Kilometer 145 antrifft.

Galerie

Karte und adresse

mapa
Kilometer 145 auf der Landstraße von Escárcega-Chetumal, im Bundesstaat Campeche.