Comalcalco

Die antike Mayastadt – mit Ziegeln und Mörtel aus Muscheln und Austern errichtet

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Die Fundstätte befindet sich 56 Kilometer von der Stadt Villahermosa und 2 Kilometer von der Stadt Comalcalco entfernt. Gemeinde Comalcalco. Tabasco

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Öffnungszeiten

Montag bis Sonntag von 8:00 bis 16:00 Uhr

Eintrittspreise

46 pesos

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Wenn ein Reisender nach Comalcalco, der westlichsten der Mayastädte kommt, hat er den Eindruck, er könne die Pyramiden mit seinen Händen besteigen. Dank einiger kürzlich entschlüsselter Hieroglyphen weiß man nun, dass der eigentliche Name “Joy Chan” oder “Hoi Chan” lautet, was soviel wie “Vom Himmel umgeben” oder “An den Himmel geknüpft” heißt

Der gegenwärtige Name ist Náhuatl. Als diese Volksgruppe die verlassene Ruinenstätte vorfanden, wunderten sie sich über das unbekannte Baumaterial: nämlich die Ziegeln. Daher gaben sie dem Ort einen Namen, der am nächsten dem entsprach, was sie kannten, el comal (der Ton). So nannten sie den Ort "Comalli-Calli-Co", was "Haus des Tons" bedeutet.

Die Architektur von Comalcalco geht auf das Ende der Epoche der Spätklassik (700-900 n.Chr.) zurück und ist im Großen und Ganzen gut erhalten, da sie nicht aus Stein bestehen, sondern aus Ziegeln, die von einem aus Muscheln und Austern gemischten Mörtel zusammengehalten werden. In den Ziegeln wurden Figuren und Glyphe eingearbeitet, solange sie feucht waren. Es sind anthropomorphische, zoomorphische, epigraphische, symbolische, geometrische und architektonische Motive abgebildet.

Die Siedlung umfasst eine Fläche von sieben Quadratkilometern und enthält eine Vielzahl von architektonischen Gruppen, die zu seiner Zeit mit Reliefs und Figuren aus mit farbenfrohen Farben (rot, blau, grün, gelb und schwarz) bemaltem Stuck dekoriert wurden.

Die Fundstätte Comalcalco wurde vom französischen Entdecker Desiré Charnay gegen Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt und erst 1956 von mexikanischen Archäologen und den Nordamerikanern Gordon Ekholm, Román Piña Chan, George Andrews und José Erosa Peniche ausgegraben. Durch diese Ausgrabungen wissen wir, dass diese präkolumbische Stätte von den chontalischen Maya erbaut und bewohnt wurde. Der Ort erlebte seine Blütezeit zwischen 800 und 1000 n.Chr. und somit gegen Ende der klassischen Epoche (200-850 n.Chr.) und zu Beginn der Post-Klassik (850-1521 n.Chr.).

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Comalcalco war ein strategisch wichtiger Dreh- und Angelpunkt für den Handel. Seine geographische Lage in der Region Chontalpa, am Fluss "Mezcalapa“ oder „Dos Bocas“ (heute Fluss „Seco“), verlieh dem Ort eine privilegierte Stellung im interregionalen Warenverkehr zwischen der Golfküste und der Halbinsel Yucatáns, der zentralen Hochebene und den nördlichen Extremen am Golf von Mexiko

In der monumentalen Stätte werden drei architektonische Gruppen unterschieden: der Nordplatz, die große Akropolis und die Ostakropolis.

Der Große Platz (Gran Plaza) setzt sich aus verschiedenen Tempeln zusammen. Es sind jedoch nur drei erforscht. Sie sind von I bis III durchnummeriert. Der Tempel III besteht aus fünf Körpern.

Der interessanteste Körper ist die große Akropolis (Gran Acrópolis), welche einen architektonischen Komplex darstellt, der auf einem einzigen Sockel steht. Dieser Komplex beinhaltet öffentliche Gebäude, religiöse Einrichtungen verschiedenen Ranges, unter denen besonders die folgenden hervorstechen: El Palacio (der Palast), el Patio Hundido (der versunkene Hof), La Tumba de los Estucos o de los Nueve Señores de la Noche (das Stuckgrab oder Grab der neun Herren der Nacht) , el Templo VI (der Tempel VI) oder Templo del Mascarón (Maskaronentempel) und der Tempel VII oder Templo de las Figuras Sedentes (Tempel der sitzenden Figuren), nach der Bezeichnung des Archäologen Ekholms.

Einige Tempel besitzen eine gewölbte Kammer, die sich im Sockel befindet, auf dem das Gebäude errichtet ist, welche eine doppelte Funktion einnimmt: die eines Tempels und eines Grabs.

An der Basis der Großen Akropolis, steht eine Stuckskulptur, die sehr gut erhalten ist und Maske des Herrs der Sonne (Máscara del Señor del Sol) genannt wird.

Ihrerseits hat die Ostakropolis (Acrópolis Este) einen interessanten Friedhof auf dem 66 Körper in Urnen gefunden wurden, die Schädeldeformationen aufwiesen. Sie waren mit Feilarbeiten und Zahnkronen aus Jade begraben, was ihre Zugehörigkeit zur Oberschicht eindeutig nachweist.

Comalcalco hat ein gutes Museum vor Ort, welches derzeit renoviert wird. Hier kann man eine breite Auswahl an Mauersteinen begutachten, die von Maya-Künstlern, die unzählige Figuren schufen, bearbeitet wurden.

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Kleidung

Tragen Sie bequeme Schuhe (vorzugsweise Sportschuhe), mit denen Sie gut laufen können, um die verschiedenen Bereiche der Ausgrabungsstätte zu begehen.

Wetter

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Denken Sie daran, dass es von äußerster Wichtigkeit ist, den Ort zu respektieren und somit sauber zu halten, und in dem Zustand zu hinterlassen, in dem Sie ihn gerne vorfinden würden.

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Von der Stadt Villahermosa ausgehend, gelangt man über die Landstraße 180 bis zur Stadt Cárdenas. V...

Von der Stadt Villahermosa ausgehend, gelangt man über die Landstraße 180 bis zur Stadt Cárdenas. Von hier aus folgt man der Landstraße 187 Richtung Norden, bis man in die Stadt Comalcalco gelangt und 2 Kilometer weiter fährt. Hier befindet sich eine Abzweigung auf der rechten Seite, wo ein Schild auf die Zufahrt zur Ausgrabungsstätte hinweist.
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