Dzibilchaltún

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Einschriften auf flachen Steinen

Dzibilchaltún bedeutet in der Maya-Sprache "Wo Einschriften in den Steinen sind“ und genau dies kann der Besucher auch in dieser Ausgrabungsstätte der Maya vorfinden.

Dieser Ort hebt sich durch seine lange Geschichte hervor, die sich von der Vorklassik bis zur Post-Klassik erstreckt. Sein langes Bestehen lässt sich unter anderem durch seine privilegierte Lage erklären: 17 Kilometer von der Küste gelegen und in einer sehr fruchtbaren Gegend. Dzibilchaltún war eine große Stadt, die von annähernd 20 000 Einwohnern besiedelt war.

Die Siedlung ist konzentrisch (um einen Mittelpunkt) angelegt und dehnt sich auf ein 16 Quadratkilometer großes Gebiet aus. Die ersten drei Kilometer entsprechen dem zentralen Teil und tun sich durch ihr Überangebot an monumentalen Gebäuden hervor. Der Hauptplatz (Plaza Central) ist der wichtigste Komplex der Anlage. Den Rest der Stätte machen weitere architektonische Komplexe aus, die sich nach außen hin immer mehr verlieren. Am Ende steht ein Gebäude auf einem abgestuften Sockel. Dieses Gebäude ist von Plätzen und kleinen Pyramiden ohne Krypta umgeben.

Insgesamt wurden 8400 Strukturen entdeckt.

Die berühmteste Struktur ist der Tempel der Sieben Puppen (Templo de los Siete Muñecos), der so genannt wird, da hier sieben kleine Statuen vorgefunden wurden, als Archäologen den Tempel in den fünfziger Jahren entdeckten. Dieses Gebäude kann wegen seiner Charakteristika als Tempel verbucht werden. In der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche scheint die Sonne exakt durch ein Fenster des Tempels hinein und durch ein anderes wieder hinaus. Der Tempel ist mit dem Zentralen Platz durch die Sacbé 1 verbunden.

Eine weitere wichtige Eigenschaft von Dzibilchaltún ist die Cenote Xlacah, die sich nah am Hauptplatz befindet und 40 Meter tief ist. Es ist die größte Cenote der Fundstätte.

Die archäologische Fundstätte besitzt auch ein Museum des Maya-Volkes, welches die Geschichte und Kultur des Maya-Volkes erzählt, und die Kontinuität der plastischen Künste, der Architektur, der Sprache, der Kleidung, der Religion und Sitten, sowie makroökonomische Prozesse und der Wissenschaft darstellt.

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag von 8:00 bis 17:00 Uhr
Eintrittspreise
55 pesos
Anreise

Von Mérida ausgehend fährt man 8 Kilometer über die Landstraße 261 Mérida-Puerto Progreso Richtung Küste. Hier führt eine Abfahrt zu den Dörfern Chablekal und Conkal. Man muss allerdings zuerst durch das Dorf Dzibilchaltún fahren, an dessen Ende sich eine Weggabelung befindet, von wo aus man zur Ausgrabungsstätte gelangt. Man kann auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen.

Galerie

Karte und adresse

mapa
Dzibilchaltún befindet sich 15 Kilometer von der Stadt Mérida entfernt. Sie ist in Richtung der nördlichen Küste hin gelegen.