Kohunlich

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Eindrucksvolle Stuckmaskeronen, die noch immer das originale Rot, welches den ganzen Tempel färbte, erkennen lassen.

Der Name Kohunlich stammt von dem englischen Wort cohoonridge ab, das Hügellandschaft der Macauba- Palmen bedeutet, welches der Name eines antiken hölzernen Lagers war, das sich in den 20er oder 30er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts in dieser Region befand. Auf diesem Gebiet befanden sich viele kleine Erhebungen, die mit Macauba-Palmen bewachsen sind. Diese Palmenart stammt aus dem Süden der Halbinsel Yucatán und aus dem belizischen und guatemaltekischen Petén.

Kohunlich ist eine archäologische Fundstätte von 8,5 Hektar Größe, die von Bäumen umgeben ist. Die Anfänge der Siedlung schätzt man auf das Jahr 200 v.Chr., auch wenn die Mehrheit der bedeutendsten Gebäude in der Epoche der späten Klassik in den Jahren 500 bis 600 n.Chr. errichtet wurde. Die Stadt wuchs bis in die Endzeit der Klassik weiter und sogar bis in die frühe postklassische Epoche hinein (1000 bis 1200 n.Chr.).

Zu ihrer Blütezeit stellte sie ein wirtschaftliches Bindeglied zwischen den Städten der Halbinsel Yucatán und den restlichen Mayastädten in Zentralamerika dar.

Wer diesen Ort besucht, kann sich von dem hohen Entwicklungsstand der architektonischen Stilistiken ein Bild machen, angefangen von den "molduras en delantal" (Gesims im Vorderteil) nach Art der Petén im Tempel der Maskaronen, bis hin zu in die Wände eingebettete Säulen, die an jene der Nachbarregion Río Bec erinnern, und die man an vielen verschiedenen Stellen dieser Stätte bewundern kann.

Kohunlich setzt sich aus verschiedenen archäologischen Komplexen zeremoniellen und häuslichen Charakters zusammen. Einige dieser Gebäude haben vielleicht als Wohnviertel der Oberschicht gedient. Die Akropolis, ein weiterer der großen Komplexe der Stätte, gehört auch zum Wohnbereich der Oberschicht dazu.

Der Maskaronentempel (Templo de los Mascarones) ist wegen seiner rituellen und symbolischen Bedeutung eines der wichtigsten und repräsentativsten Gebäude Quintana Roos. Hier standen acht modellierte Stuckfiguren, von denen noch fünf erhalten sind.

Es ist ebenfalls zu beachten, dass der Stelen-Palast (Palacio de las Estelas), das Amphitheater (la Gradería) und El Rey, wie die Strukturen hohen Ranges, allesamt möglicherweise dazu gedient haben, hier verwaltungstechnischen Aufgaben nachzugehen.

Kohunlich, ist einer der am besten erforschten Stätten im Süden von Quintana Roo und in der der Öffentlichkeit am meisten Fläche zu besichtigen zugänglich gemacht ist. Dies ist das Ergebnis der großen Nachfrage, welche sich dadurch begründen lässt, dass die architektonischen Komplexe so vielseitig sind und es uns erlauben, verschiedenste Aspekte des täglichen Lebens und auch der Rituale der antiken Maya kennen zu lernen. Allerdings ist Kohunlich nicht nur ein Ort, an dem verschiedene Einflüsse verschmolzen, sondern er hat auch einen ganz eigenen Stil, sowohl in der Architektur, wie auch in der Ikonographie und der Keramikproduktion.

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag von 8:00 bis 17:00 Uhr
Eintrittspreise
55 pesos
Anreise

Nehmen Sie die Landstraße 186, Chetumal-Escarcega, und fahren Sie bei Kilometer 60, auf Höhe des Dorfes Francisco Villa, an der Abzweigung ab. Hier folgen Sie der Straße über 9 Kilometer, welche direkt zur Ausgrabungsstätte gelangt.

Galerie

Karte und adresse

mapa
Kohunlich befindet sich 69 Kilometer westlich der Stadt Chetumal. 9 Kilometer nach dem Kilometer 60 auf der Bundesstraße 186 befindet sich der Ort Chetumal-Escárcega.