Chichén Itzá

Die wichtigsten und am besten erhaltenen Monumentalbauten der Mayakultur

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120 Kilometer östliche von Mérida. Hier nimmt man die Landstraße Mérida-Cancún. Nach 120 Kilometern trifft man auf die Gemeinde Tinum. Yucatán.

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Chichén Itzá besitzt die Fähigkeit, alle Menschen glauben zu lassen, dass man sie kennen würde. Wohl sind es die berühmtesten Mayafunde, aber als Reisender kann man sich vor seiner Ankunft nicht vorstellen, dass man, wenn man selbst einmal vor dem Kukulcán Tempel steht, plötzlich Silhouetten aus dem eigenen Gedächtnis sichtbar werden und mit denen vergangener Träume verschmelzen

Chichén Itzá war die wichtigste Mayastadt gegen Ende der Klassik und zu Beginn der Spätklassik, also etwa 900 bis 1300 n.Chr. In der Frühklassik war sie die Hauptstadt einer großen Region und zu jener Zeit als Gebäude im Puuc-Stil errichtet wurden. Mit dem Eintreffen der Itzäes, gegen Ende der ersten Periode, wurde ein neuer Stil ins Leben gerufen, der die Traditionen der Maya mit den Beiträgen der kürzlich eingetroffenen Siedler vermischte. Dies führte zu einer erneuten, zweiten Blütezeit des Ortes und gipfelte mit dem Kommen der Mayapán Prinzen zwischen 1185 und 1204 n.Chr.

Trotz der so gut erhaltenen Funde sind sich die Archäologen nicht einig, ob es die Maya waren, deren Einflüsse bis nach Tula reichten, der Tolteken-Stadt, mit der so viel Gemeinsamkeiten bestehen, und welche sich unweit von Mexiko Stadt befindet, oder ob die Geschichten über das Exil des Tolteken Königs Quetzalcóal (Kukulcán) der Grund für den Aufschwung in Chichén Itzá war.

Derzeit sind ca. 20% der sich im Landesinneren befindenden fünf Quadratkilometer großen monumentalen Fundstätte und einem viel größeren Bereich von Wohnanlagen und Orten geringerer Bedeutung ausgegraben. Der Name der Stadt bedeutet „der Mund oder Eingang der Quelle der Itzáen“. Er bezieht sich auf die Brunnen oder Cenoten, die den Ort mit Wasser versorgte und mit größter Wahrscheinlichkeit auch für die dortige Platzierung der Stadt ausschlaggebend war.

Die Heilige Cenote, die sich am Ende eines Sacbé (von den Maya gepflasterter Weg) befindet, war der Ort an den die Priester und das Mayavolk pilgerten, um dem Chaac-Gott (Herr des Regens) Opfergaben darzubringen. Grundsätzlich wurden wertvolle Gegenstände in die Cenoten geworfen, aber auch Menschopfer gebracht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde von einem sonst eher unbekannten amerikanischen Konsul, Edward Herbert Thomson, vom Grund der Cenote Wertgegenstände aus Jade, Gold, Keramik und Knochen zu Tage gefördert. Diese Gegenstände halfen dabei, die Mayagesellschaft besser zu analysieren und zu dokumentieren.

Die Architektur Chichén Itzás war im Vergleich zu anderen Mayastädten bahnbrechend. Große Säulen und Pfeiler, die aus riesigen aufeinander gestapelten bearbeiteten Steinblöcken zusammengesetzt wurden, füllten die Gebäude innen und außen aus, aber besonders den Komplex der Tausend Säulen genannt, dessen Funktion wahrscheinlich die eines Marktes war.

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Das wichtigste und berühmteste Gebäude von Chichén Itzá ist der Tempel des Kukulcán, welcher der irdische Repräsentant der Maya vom Gott Quetzalcóatl war. Auch als "El Castillo"(das Schloss) bekannt, erhebt sich diese Pyramide von einem 55,5 Meter breiten Sockel 24 Meter in die Höhe. Vier Treppen, dessen Treppenstufenanzahl sich genau auf 365 (die Anzahl der Tage eines Jahres) beläuft, repräsentieren die vier Himmelsrichtungen.

Weitere astronomische Symbole sind wie folgt die neun abgestuften Körper, die die Pyramide in 18 Terrassen unterteilt, was die 18 Monate des Mayakalenders symbolisiert; darunter, im Inneren der Pyramide, sind 52 Tafeln angebracht, die wiederum die Anzahl der Jahre eines heiligen Kreislaufes repräsentieren. Zu den Frühjahrs- und Herbst-Tag-und-Nacht-Gleichen (am 21. März und September) spielt sich ein magisches Schauspiel auf der Nordtreppe der Pyramide ab: Die Treppen werfen in einem Zusammenspiel aus Licht und Schatten auf eine Seitenwand der Treppe, und zwar einen Schlangenkörper, welcher den herabsteigenden Schlangengott („bajada de Kukulcán“) darstellen soll. Diese optische Täuschung symbolisiert im Frühjahr den Aufruf zur Aussaat des Mais bevor die Regenzeit beginnt.

Der Tempel der Kämpfer ("el templo de los Guerreros“) ist auf einem pyramidenförmigen Gebäude errichtet. Der Name ist den Tiefreliefs geschuldet, die die Pfeiler ausschmücken, und Kämpfer darstellen, die ihre Kriegsgefangenen in Schach halten. Das meistbekannte Abbild ist hingegen das des Chacmool, der den Eingang bewacht: eine sitzwende Figur, die uns mit verschränkten Beinen dasitzend ansieht. Im Schoß ist eine Aushöhlung, die eventuell für Opfergaben bestimmt war, vorzufinden. Der Einfluss auf den englischen Skulpteur Henry Moore hat dieser Statue zu weltweitem Ruhm verholfen.

Der Ballspielplatz ("Juego de Pelota“) ist mit 168 Metern Länge der größte Mesoamerikas. Er setzt sich aus zwei parallelen Wänden zusammen, in dessen Mitte die Steinringe platziert sind, durch die die Spieler ursprünglich den Ball haben spielen müssen.

Der Tempel der Jaguare (El Templo de los Jaguares) befindet sich östlich des Pelota-Feldes. Hier liegt ein Raum, der mit gemeißelten Abbildungen von Kriegern, Priestern, Tieren und Wasserpflanzen ausgeschmückt ist.

Der sogenannte Nonnenkomplex (Complejo de las Monjas) war ein Palast, dessen kleine Zimmer an die Zellen eines Konvents erinnerten. Das Gebäude besteht aus drei Etagen und vereinigt den Puuc-Stil mit dem Maya-Tollteken-Stil. Die Kirche (la Iglesia) ist ein kleines Gebäude, welches auf überladene Weise im Puuc-Stil ausgeschmückt ist. Hier treten die Bacabs-Skulpturen in den Vordergrund. Diese sind die vier Tiere, die in der Mayamythologie den Himmel an den vier Kardinalpunkten stützen: das Gürteltier, die Schildkröte, die Schnecke und der Krebs.

Das im Norden gelegene astrologische Observatorium, das “El Caracol“ (die Schnecke) wegen seiner spiralförmigen Treppen so genannt wird, ist vollständig erhalten. Hier können beispielsweise die Kerben in den Wänden betrachtet werden, die auf wichtige Daten des Mayakalenders auf die Position von einigen Sternenbildern verweisen. Es ist davon auszugehen, dass dieses runde Gebäude, welches auf zwei viereckigen versetzten Plattformen fußt, für astronomische Beobachtungen gedient hat.

Die archäologische Ausgrabungsstätte ist Weltkulturerbe der UNESCO. Wer diese Stätte besucht, sollte den Besuch des Museums von Chichén Itzá nicht versäumen.

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Im nördlichen Zentrum der Halbinsel Yucatán gelegen, beträgt die Entfernung von Mérida nach Chichén...

Im nördlichen Zentrum der Halbinsel Yucatán gelegen, beträgt die Entfernung von Mérida nach Chichén Itzá über die Bundesstraße 180 Mérida-Puerto Juárez 120 Kilometer. Diese Straße befindet sich in hervorragendem Zustand.
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