Acancéh

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Die Antike Maya - Architektur ist in die moderne stad integriert

Acancéh bedeutet „Brunftschrei des Wildes“ in der Sprache der Maya in Yucatán. Die Ausgrabungsstätte befindet sich im Zentrum des heutigen Ortes und umfasst etwa 3 Quadratkilometer

Die ersten Belege für präkolumbische Aktivitäten gehen auf die Zeit der späten Frühklassik (300. V.Chr. – 300 n.Chr.) bis hin zur späten Spätklassig zurück. Die Blütezeit hingegen lag in der Frühklassik (300 – 600 n.Chr.). Aus dieser Zeit stammen etwa 300 Gebäude mit verschiedenen Funktionen. Obwohl Acancéh vor den Folgen des starken städtischen Wachstums der Gegenwart geschützt werden muss, sind zwei architektonisch herausragende Komplexe gut erhalten geblieben: Die Pyramide und der Stuckpalast. Diese beiden Gebäude deuten auf Beziehungen zwischen den Acancéh und anderen Orten wie Uaxactún in Guatemala und mit Teotihuacan hin.

Die Hauptpyramide von Acancéh ist 11 Meter hoch und setzt sich aus drei stufenartigen Teilen zusammen, die auf einer Plattform fußen, dessen Seitenlänge 32 Meter beträgt. Durch eine freigelegte innere Schicht wurden acht in Stuck gearbeitete Maskarone zu Tage gefördert, die die Seiten der Haupttreppen flankierten. Die Steine sind nach Art der Puuc bearbeitet.

Die besonders charakteristischen Friese auf der Fassade des sogenannten Stuckpalastes stellen übernatürliche Wesen und Gottheiten in Figuren aus Stuck dar, die eventuell die Abstammung des Herrschers belegen sollten. Dieses Fries ist von einem horizontalen Gesims eingefasst, auf dem kolossale Masken platziert sind, die Szenen aus dem Himmel darstellen könnten. Auf der anderen Seite spricht die Tatsache, dass jede abgebildete Person einen eigenen Rahmen hat dafür, dass sie sich zwischen der Erd- und Himmelsebene befinden.

Besonders bedeutsam ist an diesem Ort der Fund von Keramikmaterialien, die für Mexiko Stadt typisch sind, sowie Spuren im Stuckpalast, die vermuten lassen, dass Acancéh eine Art Enklave Teotihuacans im Norden Yucatán war.

Es wurden unlängst weitere Gebäude entdeckt, die derzeit ausgegraben werden und daher der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich sind.

Öffnungszeiten
Von Montag bis Sonntag von 8:00 bis 17:00 Uhr
Eintrittspreise
35 pesos
Anreise

Man verlässt Mérida über die süd-ost Ausfahrt in Richtung Valladolid und folgt der Bundesstraße 180 Mérida-Valladolid. Nach 8 Kilometern fährt man rechts von der Bundesstraße auf die Landstraße Yucatán 18 nach Mayapán ab. Dieser Straße folgt man 14 Kilometer bis zu einer Abfahrt auf der linken Seite auf die Landstraße 34. Nach weniger als einem Kilometer folgt die Gemeinde Acancéh. Im Zentrum des Ortes befindet sich die Ausgrabungsstätte Acancéh.

Galerie

Karte und adresse

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Die Ausgrabungsstätte befindet sich im Ort Acancéh. Dieser liegt 25 Kilometer südöstlich der Stadt Mérida.