Sayil

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Einer der Orte mit größter Bevölkerungsdichte in der Welt der Maya

Sayil, oder “Ort der Blattschneiderameisen” ist mit Uxmal und Kabah eine der großen Städte der Puuc-Region.

Sayil erreichte seinen höchsten Entwicklungsstand in der späten Klassik, im Jahr 900, als die Stadt eine Fläche von etwa fünf Quadratkilometern bedeckte und die Bevölkerung gegen 17 000 Einwohner zählte, wovon etwa die Hälfte in den Außenbereichen der Stadt lebte.

Die Stadt Sayil wurde in einem Tal mit für die Landwirtschaft wertvollem Boden gebaut, was den Herrschern Macht und Reichtum bescherte. Außerdem war die Stadt mit einer großen Sacbé (Maya-Straße) bedacht, die vom Norden nach Süden, von dem Palast zu einem anderen Gebäude, das einen Kilometer entfernt gelegen verbunden war.

Die Stadt setzt sich aus großen Gruppen von aus Mauerwerk gestalteten Strukturen zusammen, die mit Steinwegen verbunden wurden und an einer Nord-Süd-Achse ausgerichet sind. Zwischen einer Gruppierung und der anderen standen Wohnungen, die aus Stöcken und Palmen gestaltet wurden. In diesen Hütten wohnte die gewöhnliche Bevölkerung. Zwischen den Wohnungen gab es große Felder mit fruchtbarem Boden, die für den Eigengebrauch der Anwohner verwendet wurden, was dazu führte, dass die Städte der Puuc wahrhaftige Stadtgärten waren.

Eines der repräsentativsten Gebäude ist der Palast (El Palacio). Er ist dreistöckig, hat viele Räume und wurde von den Maya über Jahre hinweg gebaut. Hier wohnte die herrschende Familie. Allerdings war seine Funktion nicht nur das Wohnen sondern auch das Erledigen von Verwaltungstätigkeiten.

Ein weiteres, der Öffentlichkeit zugängiges Gebäude ist der Aussichtspunkt (El Mirador): ein Pyramidentempel, der mit einem hohlen Dachkamm gekrönt wurde. Unweit davon befand sich der Stadtmarkt. Zwei Kilometer südlich vom El Palacio befindet sich der Südpalast und der Pelota-Platz (Juego de Pelota).

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag von 8:00 bis 17:00 Uhr
Eintrittspreise
42 pesos
Anreise

Man verlässt Mérida Richtung Südwesten in Richtung Campeche, über die Bundesstraße 180 Mérida-Calkini. Nach 10 Kilometern nimmt man die Bundesstraße 261 Hopelchen-Uman und setzt seine Reise in Richtung Süden für 80 Kilometer fort, bis man in Sanakté ankommt. Hier findet man eine Abfahrt nach links in Richtung Sayil. Die Ausgrabungsstätte folgt nach 4 Kilometern auf dieser Straße.

Galerie

Karte und adresse

mapa
Sayil befindet sich 112 Kilometer südlich von der Stadt Mérida.